Sardinien - Wissenswert

Sardinien - mehr als nur ein Badeurlaub

Zweifellos gibt es auf Sardinien wunderschöne Strände und ein zum Baden einladendes Meer. Das wissen wohl die meisten Menschen, auch wenn sie sich bisher nie wirklich ausgiebig mit dem kleinen Kontinent im europäischen Mittelmeer auseinander gesetzt haben. In den Medien wird meist eben nur diese eine kleine Facette der Insel gezeigt, wenn beispielsweise über urlaubende Stars aus der Film- oder Sportwelt an der sardischen Costa Smeralda berichtet wird. Selbstverständlich sind die atemberaubenden Strände und das besonders saubere und kristallklare Wasser, die man im Falle eines Inselbesuchs unausweichlich bewundern und genießen wird, allein schon eine Reise auf die sardische Insel wert.

Der sardische Mythos

Sardinien, das oft als europäisches Paradies für Badeurlauber bezeichnet wird, hat für die unterschiedlichsten Geschmäcker und Urlaubstypen allerdings noch Vieles mehr zu bieten. Sobald man den Fuß auf sardischen Boden setzt, spürt man den Mythos des kleinen sardischen Kontinents in sich aufleben.

Um die Entstehung Sardiniens gibt es eine amüsante Geschichte, deren Ursprung den alten Griechen zugeschrieben wird. Noch bis heute erzählt man sich diese humorvolle mythische Sage auf der Insel mit einem gewissen Maß an Stolz. Die Sarden lieben ihr Land und bei dieser Geschichte treibt es dem Einen oder Anderen schon einmal gerne ein kleines Tränchen der Freude und Rührung in die Augen. Das sardische Volksbier Jchnusa trägt bis heute den Namen, den die sardische Insel aufgrund Ihrer Form von den alten Griechen erhielt. Zum Mythos um die Entstehung Sardiniens.

Der geschichtliche Hintergrund Sardiniens

Bei Sardinien handelt es sich um eine Insel im Mittelmeer, die im Laufe der Vergangenheit einerseits höchst interessante Kulturen, wie die Nuragher hervorbrachte und andererseits aber auch durch die zahlreichen Besatzungsmächte immer wieder auf ein Neues geplündert und ausgebeutet wurde. Die Spuren der geschichtlichen Vergangenheit Sardiniens kann man noch heute erkennen und erleben. Die Spuren in Kultur, Kunst, Architektur, in der eigenen sardischen Sprache und nicht zuletzt auch in der Mentalität der einheimischen Bevölkerung sind bis heute tief eingeprägtund gut erhalten.

Die wichtige Rolle, die das Königreich Sardinien im Zusammenhang mit der Einigung Italiens spielte, ist dabei den wenigsten Menschen bekannt. Zur ausführlicheren Geschichte Sardiniens.

Geografische Lage und Merkmale Sardiniens

Die sardische Insel ist mit einer Gesamtfläche von über 20.090 km² nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Seine gesamte Küstenlänge beträgt rund 1850 km. Somit umfasst Sardinien um die 8% des italienischen Staatsgebietes und bildet damit die drittgrößte Region Italiens. Die heute zum französischen Staatsgebiet gehörige Nachbarinsel Korsika wurde erst während der Tektonischen Plattenbewegung, die auch für die Bildung der Alpen verantwortlich ist, durch die nur 12 km breite Meerenge, die "Straße von Bonifacio", von Sardinien bzw. von den tyrrhenischen Landmassen abgetrennt. Zahlreiche beeindruckende Grotten sind während dieser Zeit entstanden und sind heute das Ziel von Ausflügen und Besichtigungen. Sie bezeugen die unbeschreiblichen Kräfte, die diese sardische Insel in ihre äußere und innere Gestalt formten. Erfahre mehr über die Geographie und Merkmale Sardiniens.

Klima und Winde auf Sardinien

Das allgemeine Klima auf Sardinien ist typisch mediterran. Warme bis heiße Sommer erlauben einen außergewöhnlichen Urlaub am Mittelmeer beim Wassersporteln und Sonnenbaden. Die verregneten und relativ milden Winter lassen die sardische Insel in einem ganz anderen Licht schimmern, als zu den übrigen Jahreszeiten. Sardinien ist im Winter zum größten Teil grün. Wüsste man es nicht besser, könnte man durchaus vermuten, man befände sich in Irland. In den Bergregionen ist Schneefall im Winter auch nicht unüblich. In den ebenfalls milden und hauptsächlich sonnigen Übergangszeiten herrschen insbesondere für sportliche Outdooraktivitäten ideale Temperaturbedingungen. Das sardische Klima wird insbesondere durch die über die Insel hinwegwehenden Winde beeinflusst, die je nach Jahreszeit vorherrschen. Zu einigen interessante Fakten zum Klima auf Sardinien und zu seinen Einflussfaktoren.

Die sardischen Jahreszeiten

Wer in seinem Aufenthalt auf Sardinien nicht ausschließlich den reinen Badeurlaub sieht, der sollte, schon allein wegen der angenehm milden Temperaturen, entweder die Vorsaison oder die Nachsaison wählen. Das Baden im sardischen Meer ist bereits im Frühling möglich und bis tief in den Herbst hinein sehr angenehm. Plant man hauptsächlich einen Badeurlaub auf der Insel, sind die Monate Juli und August selbstverständlich ganz hervorragend geeignet. Für Sportler und auch für Motorradfahrer eignen sich eher die übrigen Jahreszeiten. Die Temperaturen sind während der Nebensaison für derartige Aktivitäten ideal. Weiter zu den Jahreszeiten auf Sardinien.

Sprachen der Sarden - Die Limba Sarda

Wer Sardinien bereits besucht hat, oder auch andererorts Sarden unter sich hat sprechen hören, dem wird auch als Laie aufgefallen seien, dass die Unterhaltung nicht in der italienischen Sprache geführt wurde. Die Sarden sprechen ihre eigene Sprache. Die Limba Sarda, die mittlerweile offiziell als eine Minderheitensprache in Italien anerkannt wurde, ist mit ungefähr 1.700.000 Sprechern die größte Minderheitensprache Italiens. Sardisch ist allerdings nicht gleich Sardisch. Während man im Süden der Insel Campidanesisch spricht, wird im Norden der Insel Logudoresisch bzw. Nuoresisch gesprochen. Diese beiden Variationen bilden die Hauptvarianten der sardischen Sprache, die sich wiederum in regionale Untervarianten aufgliedert. Neben den sardischen Sprachen wird in bestimmten Gegenden auf Sardinien aber auch Katalanisch, Sassaresisch, Galluresisch (Korsisch) und Tabarkisch (Ligurisch) gesprochen. Allerdings gehören diese Sprachen nicht dem sardischen Sprachsystem an. Sie sind vielmehr auf die Kultureinflüsse zurückzuführen, die sich durch die sardische Geschichte ergeben haben. Die sardische Sprache - mehr Informationen.