Sardische Fleichgerichte

 Einen Sarden sollte Ihr nicht um Feuer bitten. Ehe Ihr bis drei gezählt hättet, läge bereits ein lodernder Haufen Holz auf dem Boden. Der typische Sarde ist traditionsbewusst und grillt für sein Leben gern. Er braucht dazu aber keinen Kugelgrill und Holzkohle oder eine Gasflasche. Nein, der typische Sarde hat immer einen "Girarrosto" parat. Dabei handelt es sich um einen meist elektrisch betriebenen Drehspießgrill, an dem er das Fleisch seiner Wahl von der Hitze der Flammen garen lässt. Das Fleisch dreht sich dabei fortwährend im eigenen Saft. So wird es von außen goldbraun und kross, während es von innen zart und saftig bleibt. Besonders beliebt ist das gegrillte Spanferkel am Stück, dem sog. "Porceddu". Ferkelchen bekommt man zu jeder Jahreszeit, Lämmer und Zicklein hingegen eher im Winter und Frühjahr. Die Tierhaltung auf Sardinien ist größtenteils noch weit entfernt von der sonst verbreiteten Massentierhaltung. Kühe, Ziegen und Schafe leben hier in beinahe wilden Herden in Freiheit und fressen hauptsächlich das, was der Boden hergibt. In den trockenen Sommermonaten finden die grasenden Tiere nicht besonders viel Nahrung. Deshalb füttern die Hirten und Bauern bei Bedarf nach. Mehr BIO als dieses Fleisch wird Euch auch der Biometzger Eures Vertrauens auch nicht garantieren können. Man schmeckt den Unterschied!