Sardinien und der Tourismus

Seien wir doch einmal ehrlich. Wenn man über Sardinien spricht oder etwas darüber hört, dann doch meistens in Verbindung mit Prominenten, die dort ihren Luxusurlaub verbringen. Für den Ottonormalverbraucher scheinen die berühmte Costa Smeralda oder die Costa Rei schlichtweg unbezahlbare Urlaubsziele zu sein. Doch (dies ist nicht die Wahrheit) das ist gar nicht wahr. Tatsache ist, dass diese beiden berühmten Bade- und Tourismusorte nur zwei von unzähligen traumhaften Fleckchen auf der sardischen Insel sind. Vielmehr sollte man sich die Frage stellen, warum VIPs, wie Heidi Klum oder auch die deutsche Fußball Nationalmannschaft die zweitgrößte Mittelmeerinsel als Urlaubsziel auswählen. Richtig, sie möchten Erholung vom sonstigen Alltagsstress und auch einmal außerhalb des typischen Massentourismus Urlaub machen. Zu verdenken ist es ihnen nicht, denn dafür ist die schönste Zeit des Jahres doch da.

Wie wurde die Costa Smeralda eigentlich zur heutigen Tourismuslandschaft?

Vor nicht allzu langer Zeit, hat ein gewisser Prinz Aga Khan Gefallen an einem etwa 55 km langen Teil der nordöstlichen Küste Sardiniens gefunden. Der Küstenstreifen, der als die Smaragdküste bekannt ist, war bis zu diesem Zeitpunkt im Besitz verschiedener Bauern und Hirten, die diesen als Acker-, und Weideland genutzt hatten. Nach einigen Verhandlungen mit den Bauern wurde man sich 1962 schließlich einig und Aga Khan erstand das Küstengebiet äußerst preiswert. Nun konnte der Bau der bisher größten Hotelanlage der Insel und das Zeitalter des Jetset Tourismus beginnen. Sein Ziel war dabei augenscheinlich in erster Linie sicherlich der finanzielle Profit. Dennoch war es der Prinz, der als Erster erkannte, welch ein Potenzial Sardinien besaß, zu einem erstklassigen Urlaubparadies zu werden. Seine nachhaltige Bekanntheit verdankt die Costa Smeralda letztendlich Aga Khan und den prominenten Inselbesuchern. Damit sind die VIPs aber schon lange nicht mehr allein. Die Schönheit des kleinen Kontinents im Mittelmeer zieht längst auch uns "Normalsterbliche" an. Um es auf den Punkt zu bringen: Ein Erholungsort für Jerdemann, das ist, was Sardinien kann.